Medizin

Perioperative Medikation kardialer Risikopatienten

  • Eine bestehende Betablockade wird immer weitergeführt.
  • Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit, St.n. Herzinfarkt oder Angina pectoris wird eine Betablockade neu etabliert.
  • Eine bestehende Statintherapie wird stets weitergeführt.
  • Eine bestehende Behandlung mit Plättchenaggregationshemmern wird immer weitergeführt mit Ausnahme von intrakraniellen Eingriffen, Wirbelsäulenoperationen und Operationen der hinteren Augenkammer.

CT for dummies 1

Was bedeuten eigentlich die Angaben H30s, H70h etc. bei CT-Bildern?
Sie bezeichnen den sogenannten reconstruction kernel oder Rekonstruktionskern, von manchen CT-Herstellern auch Filter oder Algorithmus genannt und ist einer des wichtigsten Parameter für die Bildqualität. Es besteht grob gesagt eine umgekehrt-proportionale Beziehung zwischen räumlicher Auflösung und Bildrauschen. Smooth kernels oder weiche Kerne erzeugen Bilder mit wenig Rauschen, dafür aber ist die räumliche Auflösung niedriger. Ein sharp kernel oder scharfer Kern (z.B. Siemens B50f) wird einem eine bessere Auflösung bieten, auf Kosten von vermehrtem Bildrauschen. Mittelweiche Kerne (z.B. Siemens B30f) sind geeignet für Weichteilfenster.

Unter einem “Faltungskern” (auch “Rekonstruktionskern”) wird eine Funktion verstanden, mit der die Werte einer Projektion durch Faltung verknüpft werden. Man spricht von einem „harten” oder “aufsteilenden” Faltungskern, wenn durch die Verknüpfung mit dem Projektionsbild kleine Details und Kanten betont werden. Man spricht von einem weichen Faltungskern, wenn durch die Faltung mit dem Projektionsbild kleine Details, auch Rauschen, verwischt werden.

head kernels: H10s-H80s
body kernels: B10s-B90s
U90s kernel
Kleinere Zahl heisst glatteres Bild. Besserer Detailkontrast, weniger Rauschen, schlechtere Kantendefinition
Grössere Zahl heisst schärferes Bild. Bessere räumliche Auflösung, mehr Rauschen, bessere Kantendefinition
Die Wahl des geeigneten Kernels im konkreten Fall hängt von der klinischen Anwendung ab. Einen smooth kernel wird man wählen für Untersuchungen des Gehirns oder die Beurteilung von Lebertumoren, um geringes Bildrauschen zu erreichen und den Detailkontrast zu verbessern.

Indikationen für einen sharp kernel wären die Beurteilung knöchener Strukturen, da man hierbei auf eine möglichst hohe räumliche Auflösung angewiesen ist. Der hohe intrinsische Kontrast solcher Strukturen erlaubt den Einsatz kleinerer Strahlendosen.

Der Faltungskern hat einen großen Einfluß auf das spätere Bild. Ein sehr „harter” Faltungskern bietet eine hohe Ortsauflösung, erzeugt aber auch ein starkes Rauschen im Graustufenbild. Ein „weicher” Kern wiederum bietet ein sehr rauscharmes Graustufenbild, senkt aber auch die Ortsauflösung, das heißt kleine Details werden verwischt und sind eventuell nicht mehr erkennbar. Der Anwender mußte also bisher vor Beginn der Rekonstruktion gut abwägen, welchen Kern er benutzen möchte. Ein falscher Kern kann im schlimmsten Fall eine Diagnose unmöglich machen und eine neue Rekonstruktion erfordern. Ist die Faltung ebenfalls auf der GPU implementiert, stellt eine interaktive Änderung des Faltungskerns jedenfalls kein Problem mehr dar.

Zusätzlich besteht in der CT ein Zusammenhang zwischen dem Bildrauschen und der Röntgendosis. Je höher die Dosis, um so geringer ist das Rauschen. Genauer gesagt, muß man die vierfache Röntgendosis applizieren, um das Rauschen zu halbieren. Daher bietet sich mit der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens eine Möglichkeit zur Dosisreduktion, wenn sich das Bild problemlos mit unterschiedlichen Faltungskernen betrachten läßt, also zum Beispiel einmal mit hoher Auflösung und Rauschen, danach sehr geglättet.

Becquerel, Sievert, Gray

Becquerel, Gray, Sievert – diese Einheiten können den kernphysikalisch unbedarften Mediziner durchaus ins Straucheln bringen.

Die SI-Einheit der Aktivität A eines radioaktiven Stoffes ist das Becquerel (Bc): 1 radioaktiver Zerfall pro Sekunde ist 1 Bc.

Biologisch viel bedeutsamer ist hingegen die Energiedosis; die aufgenommene Energie pro Kilogramm Körpermasse, angegeben in Joule pro Kilogramm – oder anders gesagt Gray (Gy). Aber: 1 Gy Alpha-Strahlung hat eine deutlich grössere biologische Wirkung auf den Körper als 1 Gy Beta- oder Gamma-Strahlung.

Um diesem Unterschied Rechnung zu tragen, kommt der sogenannte Strahlungswichtungsfaktor ins Spiel, welcher für Alpha-Strahlung eine um den Faktor 20 höhere biologische Wirksamkeit vorsieht als für die locker ionisierenden Röntgen-, Beta- und Gamma-Strahlung. Dies führt uns zur Äquivalenzdosis, die wir mit Sievert (Sv) bezeichnen. 1 Gy locker ionisierender Strahlung – also Röntgen-, Beta- oder Gamma-Strahlung – entspricht 1 Sv. 1 Gy dicht ionisierender Alpha-Strahlung jedoch entspricht gar 20 Sv.

Röntgenanmeldung für Dummies

Struktur Untersuchung
Fuss ap/lat und schräg

Suffixe in Medikamentennamen

Tabletten mit beschleunigter Freisetzung

Orodispersible Tabletten werden mit folgenden Suffixen im Namen verkauft:

  • Expidet
  • Lingual
  • Odis
  • Oro
  • Quicklet
  • SolTab
  • Velotab
  • Zaptabs
  • Zydis

Tabletten mit milieuabhängiger Freisetzung

  • EN oder EC (enteric coating): Die Tabletten als ganzes sind mit einem Film überzogen, der erst nach der Magenpassage aufgelöst wird.
  • MT sowie MUPS (multiple unit pellet system): In Gelatinekapseln abgefüllte Mikrotabletten, die einzeln mit einem Schutzfilm überzogen sind. Sie lassen sich auch über eine Magensonde verabreichen, wenn sie aus der Gelatinekapsel entnommen werden.

Tabletten mit verlängerter oder verzögerter Freisetzung

CIR (controlled ileal release), CR (controlled release), DR (dual release), ER (extended release), FAS (facilitated absorption system), LA (long acting), MR (modified release), OROS (oral osmotic system), PR (prolonged release), RR (retard release), SR (slow release), SRO (slow release oral), TR (timed release), Zerok oder ZOK (zero order kinetic)